VITA

Ulli Pawlas

Ausbildungsleitung und Lehrerin der F.M. Alexander-Technik (ATVD ehemals G.L.A.T), Gestalttherapeutin, Heilpraktikerin der Psychotherapie, Tanzpädagogin.

1954
geboren in Hamburg

1974
Kunststudium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg

1980
Ausbildung zur Tanzpädagogin (Lola-Rogge-Schule, Hamburg)

1985
Eröffnung des Studio Freiraum, Kurse in Tanz, Körpererfahrung, Tanztherapie

1987
Abschluss der Ausbildung zur Gestalttherapeutin bei Lutz Schwäbisch

1994
Abschluss der Ausbildung zur Alexander-Techniklehrerin bei Chris Stevens und Nadia Kevan (G.L.A.T. heute ATVD )

1995 Geburt des Sohnes

2001 Beginn des Übungsweges in der Zen-Meditation bei Michael Ho-Kai Österle

2001 Alexander-Technik, Tanz, Gesang mit demenzkranken,alten Menschen bis 2012

2003 Schülerin bei dem Zen-Meister und Lehrer des Bogenweges KyuSei Kurt Österle

2005 Leitung der ersten Ausbildungsklasse in der F.M. Alexander-Technik

Anerkannt vom ATVD Alexander-Technik-Verband Deutschland und den Affiliated Societies ATAS

zur Zeit:

  • Einzel-, Gruppen– und Ausbildungsunterricht in Alexander-Technik
  • Mitarbeit in der Ausbildungskommission des ATVD
  • Einzelstunden in Gestalttherapie, Lebensberatung
  • Begleitende Weiterbildung in Zen-Meditation und Zen-Bogenschießen bei KyuSei Kurt Österle.
    2018  Abschluß der Ausbildung zur Bogenübungsanleiterin.
    Veranstaltungsangebote: Bogentag in der Stille mit Ulli Pawlas (Termine erfragen)

VIDEO Zenbogenschießen

Alexander-Technik und Demenz

Von 2001 bis 2012 arbeitete ich in der Seniorenresidenz Hölderlinstraße. Meine Mutter lebte in diesem Haus als demente Bewohnerin. Um ihr zu helfen, arbeitete ich mit ihr mit Alexander-Technik. Sie sprach sehr auf diese Arbeit an, sie wurde weicher, offener, ihre Augen wurden klarer und sie lächelte mehr. Es wirkte so, als wenn der Ansatz dieser Arbeit ihr half, mit Teilen ihrer Persönlichkeit wieder in Kontakt zu kommen, die sie schon verloren glaubte. Der damalige Heimleiter sah die Veränderungen und sprach mich an, ob ich für alle Bewohner etwas tun könnte.

So entwickelte ich eine Arbeit mit Tanz, leichter, wieder erkennbarer, vertrauter Musik, Gesang und „ hands on work“, deren Grundlage die F.M.Alexander-Technik ist. Auf Grund dieser Ausbildung sind meine Hände so sensibilisiert, dass ich feinste Veränderungen im Muskeltonus spüre, Verspannungen lösen und auch psycho-physische Erfahrungen vermitteln kann. Ich tanzte auch „solo“, um die Bewohner zu eigener Bewegung anzuregen. Ich begleitete und führte sie in Bewegung, um ihre bewegungs- und körpereigenen Muster zu erweitern. Lebendigkeit, Freude, der Kontakt zu sich selbst wird wiedergefunden.

Die Arbeit mit den Demenzkranken hat mich gelehrt, wie empfänglich für alle Arten von Energien, sensibel und verletzlich wir Menschen wirklich sind, besonders wenn das Gehirn nicht mehr zufriedenstellend funktioniert, um uns „ zu schützen“. Ich lernte viel über unsere Möglichkeiten innezuhalten, mit sich selbst in Kontakt zu kommen, sich auszurichten, um dann mit Menschen achtsam, liebevoll und mit Respekt umzugehen.

Die Gruppe fand zweimal die Woche statt, jeweils für 90 Minuten. Stundenweise konnten die StudentInnen, die bei mir in der Ausbildung zur AlexandertechniklehrerInnen waren zur Hospitation mit in den Gruppenunterricht kommen. Auf Anfrage gab ich auch Einzelstunden.

Im Jahr 2004 und 2008 ist ein Film über diese Arbeit entstanden, den meine Kollegin Mechthild Rickheit produziert hat. Er ist auf Anfrage auch auf DVD zusammen mit einer Broschüre für 30.-Euro erhältlich.

Folgender Artikel ist über meine Arbeit erschienen:
ALZHEIMER`S RELATED DEMENTIA
Alexander Technique with old people suffering from Alzheimer’s-related dementia
Exract from the Congress Papers Vol.2 / Published by STAT Books, London, 2009

Die Alexander-Technik in die Alten- und Demententherapie mit aufzunehmen, ist ein ganz neuer Ansatz und ich hoffe, ich kann ein bisschen dazu beitragen, das Leid dieser Menschen zu verringern.

Link zum Download der Broschüre